Energetischer Stadtumbau

Solarsporthalle VetschauVetschau/Spreewald ist in besonderer Weise mit dem Thema Energie verbunden. Zum einen, weil zwischen 1969 und 1996 das Kohlekraftwerk Vetschau Stadtbild und Menschen bestimmte. Zum anderen aber, weil sich die Stadt dem Thema Stadt-entwicklung und alternative Energiever-sorgung eine hohe Priorität einräumt.

Von der Kohle zur regenerativen Energie
Das ehemalige Kraftwerksgelände (ehemalige Leistung: 1200 MW) ist heute zu einm modernen und vielseitigen Gewerbe-gebiet geworden, dem Industrie- und Tech-nolgiezentrum Spreewald (I.T.S.). Nur noch wenige Dinge erinnern an die alte Nutzung. Die riesige Fläche und der Name "Kraftwerk-straße" zum Beispiel, an dessen Flanken die Wohnsiedlung Vetschauer Neustadt entstand. Sie wurde errichtet, um den vielen Arbeitern des Kraftwerkes ein Zuhause zu bieten. Auch vom ehemaligen Tagebau Gräbendorf, der einst die Kohle lieferte, ist die einstige Größe der Stromproduktionskette noch zu erahnen. Aus dem Tagebau, der von 1984 bis 1992 35,6 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte, ist inzwischen ein Naherholungsgebiet entstanden. Seit 1996 wird der Tagebau geflutet, inzwischen ist der Endstand erreicht. Heute hat der See eine Wasserfläche von 441,8 Hektar. Der Ortsteil Laasow besitzt 1,5 Kilometer Strand und ein "schwimmendes Haus".

In Vetschau wird weiterhin Strom produziert. Heute kommt er aus umweltfreundlicher Erzeugung: Große Solaranlagen und Windräder prägen die Stadt in den letzten Jahren, öffentliche Gebäude werden entsprechend saniert und ein Konzept für die zukünftige Energieversorgung geplant.
In den Unterpunkten finden Sie Informationen zu den einzelnen Projekten.

Was Sie tun können
Das Klima wandelt sich, die Energiepreise steigen. Die Stadt Vetschau/Spreewald, als eine Stadt mit langer Tradition im Thema "Energie", stellt sich den Herausforderungen - mit großem Engagement in öffentlicher und privater Hand. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen ist hier die Energieeffizienz, das "Stromsparen" mit energiesparenden Geräten und Beleuchtung sowie die Überprüfung von Lebensgewohnheiten, zu nennen. Aber auch die eigene Versorgung mit erneuerbarer Energie - Photovoltaik oder Erd-wärme zum Beispiel, schützt vor hohen Ölpreisen der Zukunft. Die Errichtung bzw. Umnutzung zu einem "Passivhaus", das keine externe Energie mehr benötigt, ist dabei die beste Option.
Eine Menge Förderprogramme unterstützen bei den Investionskosten. Nähere Informationen bei Ihrer Stadtverwaltung und auf www.erneuerbare-energien.de sowie www.kfw-foerderbank.de.