Regionales Energiekonzept Spreewalddreieck

Solaranlagen auf DächernZusammen mit der Stadt Lübbenau/Spreewald und weiteren Partnerkommunen soll in den nächsten zwei Jahren ein "Regionales Energiekonzept" in der Region erarbeitet werden.

Viele Projekte, die ökologisches Bauen und Energieeinsparungen zum Ziel haben, wurden in den Kommunen bereits umgesetzt, eine weitergehende strategische Überlegung ist aber noch nicht erfolgt. So die Städte Vetschau/S. und Lübbenau/S. haben vereinbart, im Jahr 2009 einen „Runden Tisch" einzurichten, in dem die wichtigsten Akteure, d. h. Energieverbraucher, Energieversorger und Energieerzeuger, gemeinsam den Status quo analysieren, sich über gemeinsame Ziele und prioritäre Handlungsbedarfe verständigen und konkrete, aufeinander abgestimmte Projekte zur Umsetzung der Ziele abstimmen.

Runder Tisch bringt Akteuere zusammen
Im Rahmen des „Runden Tisches" soll die Erarbeitung eines integrierten regionalen Energiekonzepts vereinbart, vorbereitet und abgestimmt werden, in dem insbesondere folgende Handlungsfelder bearbeitet werden:

  • Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung, Entwicklung des ländlichen Raums
  • Energetische Sanierung und Bewirtschaftung der Wohnungsbestände und kommunalen Liegenschaften sowie weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung
  • Ausbau der regenerativen Energien unter Berücksichtigung regionaler Wirtschaftskreisläufe· Anpassung der technischen Infrastruktur an die sich verändernden Bedarfe und Rahmenbedingungen (demografischer Wandel, geändertes Verbrauchsverhalten, steigende Energiepreise)
  • Koordination der Akteure im Energiebereich auf regionaler Ebene
  • Verknüpfung unterschiedlicher Projekte im Energiebereich, insbesondere Zusammenführung von Energieerzeugern und -verbrauchern auf regionaler Ebene

Im Ergebnis soll ein zukunftsorientiertes Konzept mit Leitbild für die regionale Energiepolitik erarbeitet werden, dessen Strategien durch konkrete Einzelprojekte der beteiligten Akteure ausgefüllt werden. Es soll als Musterprojekt interkommunale Handlungsspielräume ausloten und andere Städte ermutigen, den Weg zu nachhaltigen Stadtstrukturen einzuschlagen. Es ist Teil der Initiative "Nationale Stadtentwicklungspolitik" und wird vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gefördert.

SpreewaldlandschaftStärkung Regionaler Wirtschaftskreisläufe

Eine besondere Rolle für die Region wird die Nutzung von Biomasse für die Energie­erzeugung spielen: Die agrar­strukturelle Ausgangssituation in der Spreewaldregion ist geprägt von relativ ertragsschwachen Böden, einer wirtschaftlich schwierigen Lage bei den Landwirten und in der Folge die teilweise Aufgabe der Flächen­bewirtschaftung.

Zur Erhaltung des kulturhistorisch einzigartigen und touristisch bedeutenden Landschafts­bilds und zur Bewahrung der traditionellen Agrarkultur soll die Produktivität der Landwirtschaft durch Nutzung von Biomasse erhöht werden. Beispielhaft hierfür ist die geplante Errichtung eines Biomasse-Kraftwerks mit innovativer Technologie (Trockenfermentation) in Kooperation mit Vattenfall. Mit diesem Projekt soll ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der ökologischen und wirtschaftlichen Situation im Biosphärenreservat Spreewald als Modellregion für nachhaltige Entwicklung geleistet werden.