Vetschauer Stoffe verhüllten den Reichstag im Juni 1995

Zwischen dem 17. und 24. Juni 1995 verschwand das Reichstagsgebäude in Berlin bis zum 7. Juli unter einer silbernen Haut. Die spektakuläre Reichstagsverhüllung des Künsterehepaares Christo und Jeanne-Claude verbrauchte über 100.000 m² feuerfestes Polypropylengewebe, das mit einer Aluminiumschicht überzogen wurde, und 15.600 m Seil. Während der Aktion wohnten fünf Millionen Besucher dem Spektakel bei.

Die Vetschauer Firma Spreewaldplanen GmbH erhielt von Christo den Auftrag, die Hälfte des Stoffes zur Verhüllung des Reichstages zuzuschneiden und zu nähen. Deshalb statte Christo der Stadt Vetschau/Spreewald einen Besuch ab und Vetschauer fuhren mit dem Bus nach Berlin zur öffentlichen Vorstellung des verhüllten Reichstages. Dort trafen sie auch mit Christo zusammen.

Was den Bürgermeister mit Hillary Clinton verbindet
Die Frau des damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, Hillary, war zu dieser Zeit auch in Berlin und wollte ein Stück des Stoffes haben, aber es stand keiner mehr zur Verfügung. Daraufhin schickte der Bürgermeister Axel Müller ein Stück des Stoffes aus der Vetschauer Firma an die Frau des amerikanischen Präsidenten, die sich persönlich schriftlich herzlich bedankte.