Das pädagogische Konzept

"In der Erziehung darf und kann nichts geformt werden,
was sich nicht selbst formt!"
(Comenius)

Mit den Grundsätzen der elementaren Bildung ist im
Kita-Gesetz des Landes Brandenburg ein Rahmen für die Bildung, Erziehung und Betreuung von guter pädagogischer Qualität festgesetzt. 

Die elementaren Grundsätze der Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten beinhalten stets die ganzheitliche Bildung und Erziehung unserer Kinder. Dabei ist bei den unterschiedlichen Herausforderungen stets darauf zu achten, dass die verschiedenen Bildungsbereiche, in unserer Kita, die multiplen Intelligenzen nach H. Gardner, die Ganzheitlichkeit der Bildungsprozesse der einzelnen Kinder beinhaltet. Grundlage für die Herausforderungen im Curriculum sind stets die festgestellten Bildungsbereiche/Zugangsformen, die den derzeitigen Zugang zur Welt des Kindes ermöglichen.

Deshalb haben wir uns dafür entschieden, das infans–Konzept der Frühpädagogik in unserer Einrichtung umzusetzen.

Die Aufgabe der Erzieherin besteht darin, für die Umsetzung der individuellen Bildungsprozesse der Kinder, die Themen und Interessen wahrzunehmen. Ich als Erzieherin muss die Bildungsprozesse der Kinder beobachten und erkennen, damit ich pädagogisch handeln kann. Um die Bildungsprozesse von Kindern herausfordern zu können, muss ich deren Ablauf verstehen, das bedeutet, ich muss Kenntnisse über die Kinder und deren Strategien zur Wissensaneignung haben. Zu beobachten gilt, ein handlungs- und bewegungsorientiertes, forschendes und vor allem aktives Lernen.

Jedes Kind konstruiert sich ein eigenes Bild von der Welt und entwickelt seine eigenen Handlungs- und Wahrnehmungsmuster, die es fortwährend durch Entdeckung und Hinterfragen weiter entwickelt und durch neue Muster ergänzt. Der Bildungsprozess vollzieht sich nicht im Alleingang, sondern im sozialen Miteinander während der Kommunikation und Interaktion, also beim gemeinsamen Spielen, Sprechen, Produzieren, Handeln und Denken. Wichtig ist es bei der systematischen Beobachtung im infans-Konzept der Frühpädagogik, das diese immer auf das Zielkind ausgerichtet ist. Die Beobachtungen dienen dazu, die Themen der Kinder zu erkennen und im pädagogischen Reflektionsgespräch mit den beteiligten Erzieherinnen für das individuelle Curriculum eines jeden Kindes zu nutzen, um seine Entwicklung heraus zu fordern, zu unterstützen und zu begleiten. In Auswertung dieser Erkenntnisse steht die Frage nach den Bildungsschritten und Lernerfolgen des Kindes, am Ende eines jeden individuellen Curriculums.

Im Portfolio werden diese Bildungsprozesse des Kindes dokumentiert, welches das Fundament jeder Erzieherin für die individuelle Arbeit mit den Kindern ist. In diesem Zusammenhang werden auf der Erziehungs-partnerschaft zwischen Elternhaus und Kita Entwicklungsgespräche geführt.